RADELN FÜR'S KLIMA

Vom Drahtesel zum Cabriolet - Teil 1 der Serie „Radeln für‘s Klima“


Sobald die Temperaturen nach dem Winter wieder Plusgrade erreichen, bleiben vielerorts die Autos in den Garagen stehen. Stattdessen rückt das Fahrrad als Alltagsvehikel in den Vordergrund. Doch wer sind eigentlich diese Fahrradfahrer und warum nutzen sie überhaupt Fahrräder? Barbara Dennerlein, zuständig für den Bereich Klimaschutz im Landratsamt, startet eine Interviewreihe mit verschiedenen Typen von Fahrradfahrern und ihren Erfahrungen mit dem eigenen Rad. Der erste Bericht handelt von einer Radfahrerin aus Hilpoltstein, die bei Wind und Wetter das Fahrrad benutzt und ab jetzt außerdem ihr Rad immer gut absperrt.

Zwei Reifen und ein Rahmen – fertig ist das Fahrrad, das jeder kennt. Genutzt wird es zwar meistens nur in der Freizeit, dabei ist es im Nahverkehr eigentlich unschlagbar. Bei einer Entfernung bis zu fünf Kilometern kommt man damit am schnellsten von A nach B. Lästiges Warten an der Haltestelle oder Parkplatzsuche entfallen komplett. Stattdessen wird direkt vor der Tür „geparkt“. Der wohl wichtigste Grund ist aber auch, dass außer der Anschaffung und Wartung keine Kosten für Benzin anfallen und somit auch keine Abgase entstehen können, die den Klimawandel negativ beeinflussen. Noch umweltverträglicher ist nur der Weg zu Fuß.

Fahrrad fahren bei Wind und Wetter

Irene Stark aus Hilpoltstein nutzt genau aus diesen Gründen ihr Fahrrad. Sie möchte die Umwelt schonen und gleichzeitig fit bleiben. Ob Winter oder Sommer, ob Regen oder Sonnenschein, das Fahrrad wird bei ihr immer genutzt. Selbst im Schnee fährt sie damit. Einzige Ausnahme sind Starkregenfälle oder Glatteis.

Neben der täglichen Fahrt zur Arbeit wird das Rad auch für alltägliche Besorgungen und Termine gebraucht. Irene Stark betont, dass sie darauf achtet, die Angebote vor Ort – z.B. Zahnarzt – zu nutzen, um lange Wege zu vermeiden. Auch in der Freizeit fährt sie gerne ein paar Stunden am Stück. Da können es schon einmal bis zu 40 km werden.

Sie nutzt sowohl die Straße als auch die Radwege des Landkreises Roth. Am liebsten fährt sie jedoch über die Flurbereinigungs- oder Feldwege. Genau da bekommt sie ausreichend frische Luft, die sie beim Fahrrad fahren so liebt und die fit und gesund hält.

Den Entschluss, sich auf das Fahrrad zu schwingen, fasste Stark schon durch ihre Kindheit. Auch die Eltern fuhren oft und gerne Fahrrad.

Da das Zweitauto irgendwann nur noch herum stand, wurde es kurzerhand – auch aus Kostengründen – abgeschafft. Das Rad, zu Fuß oder die öffentlichen Verkehrsmittel können wunderbar genutzt werden.

„Andere Menschen fahren ein Cabriolet – mein Fahrrad ist mein Cabriolet“, gibt die Hilpoltsteinerin lachend zu. Sie kann trotzdem nicht komplett auf ein Auto verzichten. Für größere Besorgungen oder um weiter entfernte Ziele zu erreichen, benutzt auch sie das Auto.

Das Fahrrad immer gut absperren

Über ein Elektrofahrrad denkt Sie noch nicht nach. Erst wenn das Fahren mit dem herkömmlichen Rad aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist, kann sie sich das vorstellen. Sie betont: Ein Elektrofahrrad zu fahren ist immer noch besser als Auto fahren, auch wegen der frischen Luft und der Vermeidung von Abgasen.

Das Fahrrad ist für Irene Stark ein Stück Lebensqualität, das sie nicht missen möchte. So war es für sie ein harter Schlag als ihr Fahrrad vor ein paar Jahren gestohlen wurde. Glücklicherweise wurde es knapp ein Jahr später wieder gefunden. Ab jetzt wird ihr Rad auf jeden Fall immer gut abgesperrt, damit sie weiterhin Freude daran hat. Für sie ist nämlich „Fahrrad fahren einfach schön“.

eine Vielzahl von Radwegen im Landkreis Roth

Dass jeder im Landkreis Roth gut von A nach B mit dem Fahrrad kommen kann, um alltägliche Besorgungen zu machen, beweisen die mittlerweile insgesamt ca. 170 km Radwege im Landkreis entlang von Kreis-, Staats- und Bundesstraßen. Für die Freizeit ist ebenfalls gesorgt. Zahlreiche Radwanderwege machen den Urlaub in der Region perfekt. So auch der Gredl- und der Bockl-Radweg mit insgesamt ca. 25 km auf ehemaligen Bahntrassen.

 

Zum Foto: Mit ausreichend Profiltiefe ist Irene Stark auch bei Schnee sicher unterwegs. Foto:lra



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generiert am 23.02.2020 18:19:41 ­