RADELN FÜR'S KLIMA

„Mein Fahrrad bietet mir Lebensqualität!“ - Teil 2 der Serie „Radeln für’s Klima“


Auch bei bestem Wetter greifen die Deutschen bei Kurzstrecken noch viel zu oft nach ihrem Autoschlüssel. Dabei könnten alltägliche Besorgungen oftmals viel schneller mit dem Rad erledigt werden. Hedwig Waldmüller aus Weinsfeld stand Barbara Dennerlein vom Landratsamt für ihre Fahrrad-Interviewreihe „Radeln für’s Klima“ Rede und Antwort.

Bei Kurzstrecken machen das Fahrrad und der Weg zu Fuß mit Null kg CO2-Ausstoß klar das Rennen, dicht gefolgt von der Benutzung von Bus und Bahn. Die Benutzung des PKW mit einem Insassen hingegen verursacht allein über ein Kilogramm CO2. Ein guter Grund also, sich auf das Rad zu schwingen.

Bereits seit zwölf Jahren ist das silberne Rad im Besitz von Hedwig Waldmüller und noch immer funktioniert es tadellos. Die Weinsfelderin ist damit aufgewachsen, schon die Eltern sind viel Fahrrad gefahren. So lag es nahe, dass auch sie sich für das Fahrradfahren begeistern kann. „Denn es ist wichtig von Anfang an Kinder zum Radfahren oder Laufen zu motivieren“, so ihr Anliegen.

gute Gründe ein KFZ abzuschaffen

Hedwig Waldmüller nutzt ihr Fahrrad aus vielen Gründen. In erster Linie ist das Fahrrad für sie die Garantie, durch die andauernde Bewegung fit zu bleiben. Daneben ist das Fahrrad auch ein Ersatz für das Auto, wodurch gleichzeitig die Umwelt geschont wird. Mittlerweile konnte ein KFZ sogar ganz abgeschafft werden. „Früher hätte das bei einem Großeinkauf für die Familie mit Kindern einige logistische Probleme bedeutet“, heute freut sich Waldmüller aber umso mehr: „Wir ersetzen durch unsere Fahrräder ein Auto!“

Ob tagtäglich oder in der Freizeit – das Fahrrad wird so oft genutzt wie möglich. Am meisten jedoch für alltägliche Besorgungen, also für die Fahrt zum Einkaufen oder für Termine. Zwei bis dreimal die Woche fährt sie damit zum Beispiel nach Hilpoltstein. Da kommt der neue Radweg von Sindersdorf nach Hilpoltstein ganz recht, der nach ihren Erfahrungen gut angenommen wird. Für Erwachsene sind ihrer Meinung nach die Radwege im Landkreis Roth, auch im Hinblick auf die Sicherheit, ausreichend vorhanden. Auch in den nächsten Jahren werden weitere Radwege gebaut, so dass Radfahrer sicher von A nach B kommen können.

Bei Starkregen, bei Temperaturen unter Null Grad und bei Großtransporten zieht sie trotzdem das Auto vor.

Urlaub mit dem Fahrrad

Einmal pro Jahr wird auch der Fahrradurlaub fest eingeplant. Da werden dann schon einmal gut und gerne täglich 80 – 100 Kilometer gefahren. Und auch am Wochenende ist die bekennende Helmträgerin oft mit dem Fahrrad unterwegs. Ausflüge in die Region gehören für sie einfach dazu - Es ist naheliegend und klimafreundlich. Und sollte es doch einmal weiter weg gehen, dann wird das Fahrrad eben in die Bahn mitgenommen oder auf dem Gepäckträger des Autos – denn auch das funktioniert problemlos.

Vom E-Fahrrad-Kauf ist sie noch weit entfernt. In 10 – 20 Jahren würde sie jedoch eine derartige Anschaffung nicht ausschließen. Dann, wenn sie nicht mehr so fit ist und den Solarer Berg von Hilpoltstein nach Weinsfeld nicht mehr bewältigen kann, wäre das E-Fahrrad durchaus eine Erleichterung und es müsste nicht gleich der Umstieg auf das Auto erfolgen. Denn auch E-Fahrrad fahren ist gesünder und klimafreundlicher als das Auto.

Umwelt- und Naturschutz

So möchte sie zum Schluss auch noch darauf hinweisen, dass jeder etwas für die Umwelt und den Naturschutz tun könnte. Genau mit solchen kleinen Aktionen, wie dem Fahrrad fahren, können Beiträge für den Klimaschutz getan werden. Fahrradfahren sei für sie ein Stück Lebensqualität, zu dem man sich nicht aufraffen muss.

 

Foto: lra



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generiert am 23.02.2020 17:55:44 ­