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Aktuelles zum "Fairtrade Landkreis"
Veröffentlicht am 03.05.2018

Fairen Handel unterstützen - Eine-Welt-Promoter hält kurzweiligen Vortrag


air gehandelten Kaffee oder Schokolade kennt mittlerweile fast jeder. Aber es gibt auch noch viele andere Produkte, die man „fair“ kaufen kann. Mit der Bewerbung um den Titel „Fairtrade-Kreis“ will der Landkreis Roth den fairen Handel in der Region jetzt noch populärer machen. Gleichzeitig streben auch die Stadt Hilpoltstein und die Gemeinde Georgensgmünd den Titel „Fairtrade-Town“ an.

Bei der ersten öffentlichen „Fairtrade“–Veranstaltung des Landkreises Roth wurde deutlich, dass bei unterschiedlichsten gesellschaftlichen Fairtrade KickoffGruppierungen großes Interesse zum Thema „Fairer Handel“ besteht.

Landrat Herbert Eckstein dankte zunächst den Vertretern der Eine-Welt-Läden im Landkreis für ihre seit vielen Jahren nachhaltige Arbeit für den Fairen Handel. Er ist überzeugt, dass zunehmend das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum sowie gerechtere Handelsstrukturen gestärkt wird. Auch auf kommunaler Ebene spielt der Faire Handel zunehmend eine wichtige Rolle. Der Kreistag hat hierfür auch die Weichen gestellt, so dass nach Erfüllung der geforderten fünf Kriterien der Titel „Fairtrade Landkreis Roth beantragt werden kann. Erfreulicherweise, so Landrat Eckstein, haben sich mit der Stadt Hilpoltstein und der Gemeinde Georgensgmünd zwei kreisangehörige Gemeinden ebenfalls auf den Weg gemacht, Fairtrade Town zu werden.

Werner Geßler, Sprecher der Steuerungsgruppe aus Hilpoltstein, informierte über den aktuellen Stand der Kampagne in Hilpoltstein: So sind die Kriterien nahezu erfüllt, sodass demnächst der formelle Antrag für die „Fairtrade Town Hilpoltstein“ gestellt werden kann. Bürgermeister Markus Mahl nannte beispielhaft das Engagement der Hilpoltsteiner Kirchen, Schulen, des Auhofs sowie von Regens-Wagner, die dieses Projekt, insbesondere auch mit Bildungsaktivitäten unterstützen. Auch in Georgensgmünd hat die Steuerungsgruppe ihre Arbeit aufgenommen, wie 1. Bürgermeister Ben Schwarz  berichtete. Die Georgensgmünd wollen zügig die erforderlichen Kriterien erfüllen. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe sind hochmotiviert und die bisherigen Gespräche waren sehr konstruktiv. Die organisatorischen Vorarbeiten bei der Landkreisverwaltung laufen nach Plan. So konnte Thomas Pichl von der Wirtschaftsförderung berichten, dass mittlerweile über 32 Einzelhandelsunternehmen sowie 16 Gaststätten und Cafés ihre Beteiligung und Unterstützung am Projekt „Fairtrade Landkreis Roth“ zugesichert haben. Weiterhin haben insgesamt neun Schulen, neun Kirchen und vier Vereine aus dem Landkreis ihre Unterstützung zugesichert. Der Titelbeantragung steht somit nichts mehr im Wege.

Frank Braun, Promotor für Nordbayern im „Eine Welt Netzwerk Bayern“, verdeutlichte in seinem Vortrag eindrucksvoll die wesentlichen Schwerpunkte des Fairtrade-Gedankens. Er ging speziell auf die verstärkte Bewusstseinsbildung der Bevölkerung, die Etablierung eines kommunalen Beschaffungswesens sowie die Unterstützung der bestehenden Fairtrade-Kommunen ein. Weiter zeigte er auch gute Chancen für den heimischen Tourismus auf, weiter an Profil zu gewinnen, gerade bei der kaufkräftigen Konsumentenschicht.

Die Entwicklungsagentur „Faire Metropolregion Nürnberg“ war ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrages. Ziel dieser Agentur ist es, die Metropolregion im besten Sinne zu „fairändern“ und zwar bei der Begleitung von Modellprojekten, beim Wissenstransfer und bei der Bewusstseinsbildung sowie bei der Aufbereitung und Bereitstellung von Informationen und Erfahrungswerten. Als Teil der Fairen Metropolregion Nürnberg sieht er für den Landkreis Roth, Hilpoltstein und Georgensgmünd ausgezeichnete Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen lokalen Akteuren.

Schließlich ging er auf die Verwendung von Fairtrade-Produkten in öffentlichen Einrichtungen näher ein. Als Beispiel nannte er die „Fairtrade Schule“, die sich für den Fairen Handel engagiert. Das bedeutet, dass jungen Menschen vermittelt wird, wie Handel funktioniert und wie der globale Handel gerechter werden kann. Die Schule verkauft und nutzt soweit möglich Fairtrade–Produkte und führt Aktivitäten zum Thema „Fairtrade“ durch.

 

Weitere Partner immer willkommen

Die Liste der Fair-Trade-Partner im Landkreis wird immer länger. Um eine breite Basis zu erhalten und möglichst viele Menschen im Landkreis zu erreichen, sind „Fairtrade“- Partner und nachhaltige Aktionen für die Weiterentwicklung dieses Projektes unverzichtbar.

Mehr Informationen und eine Aufstellung aller Fair-Trade-Partner im Landkreis finden Sie unter >>HIER oder bei der Wirtschaftsförderung unter 09171/81-1326, thomas.pichl@landratsamt-roth.de 



Weitere Informationen und Material zum Thema finden Sie auf der rechten Navigationsleiste.


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