PARTNERSCHAFT ROTH - BOROUGH OF BRENTWOOD

Delegation aus England war zu Besuch


Ein umfangreiches Programm hat die 29 englischen Gäste aus Brentwood erwartet, die für fünf Tage im Landkreis Roth weilten. Auf große Bewunderung der englischen Gäste stieß dabei das „lace-making“, das Klöppeln. Nach Nürnberg, Würzburg, Veitshöchheim und Roth führte der Weg nämlich nach Abenberg. Zum 30-jährigenBestehen des Klöppelmuseums in Abenberg zeigten Klöpplerinnen, aber auch Klöppler und selbst Kinder ihre Kunst des Spitzenklöppelns.

Brentwood-Delegation

Hunderte geklöppelter Wimpel wiesen den Weg zur Burg, wo kunstvolle Klöppelerzeugnisse und passend dazu eine Kunstausstellung mit Collagen aus Klöppelspitze und abstrakter Acryltechnik zu bestaunenwaren. Dank und Anerkennung für „die hervorragende Unterstützung der Partnerschaft zwischen dem Landkreis Roth und dem Borough of Brentwood“ durch regelmäßigen Schüleraustausch wurde dem Gymnasium Roth in Form einer Urkunde ausgesprochen.

Nach Kammerstein hatte Bürgermeister Walter Schnell eingeladen. „Welcome“ stand auf dem Transparent, das der Kindergartenchor zu seinem anrührenden Begrüßungslied hochhielt. Eine besondere Ehre wurde Roy Stevenson, dem mit 83 Jahren ältesten Mitglied der englischen Delegation zuteil. Er durfte einen Wegweiser mit der Aufschrift „Brentwood 999 km“ enthüllen.

Schnell erzählte dabei von heiteren Begebenheiten bei der englisch-deutschen Konversation. So war einmal das deutsche Wort „Landrat“ auf Englisch mit „Landmouse“ übersetzt worden. Er selber hatte sich einmal als „Executioner“ anstelle von „Executive“ (Vorsitzender) vorgestellt und damit für viel Heiterkeit gesorgt. Executioner bedeutet Henker.

Kammersteins Ortsteil Bartelmesaurach verdankt seinen Namen dem heiligen Bartholomäus und der vorbeifließenden Aurach. Pfarrer Ekkehard Aupperle präsentierte seine im Markgrafenstil erbaute Kirche und setzte sich selber an die Orgelbank, um den zweisprachig gesungenen Choral „Nun danket alle Gott“ für „some spiritual refreshment“ zu begleiten. Gleich gegenüber der Bartholomäuskirche ist die kleinste und ältesteBrauerei im Landkreis zu finden. Die Besitzerin Brigitte Gundel weihte in die Geheimnisse der Braukunst ein.

In der von Heidi Büttner und Susanne Köbler festlich geschmückten Stadthalle von Heideck fand schließlich der traditionelle Freundschaftsabend statt. Das Hembach-Trio aus Rednitzhembach sorgte für die musikalische Begleitung mit volkstümlichen Weisen. Gleich sieben Bürgermeisterinnen und Bürgermeister waren gekommen.

Wegen eines fiebrigen Infekts musste allerdings Landrat Herbert Eckstein das Bett hüten. Stellvertreter Walter Schnell überbrachte dessen Grüße. Er danke allen, die diese 32-jährige Partnerschaft so überzeugend am Leben erhalten: den Gästen, ihren Gastgebern und den Organisatoren, so Schnell.

Natürlich gab es Geschenke von beiden Seiten. Jeremy Holiday, Vorsitzender der Brentwood Town Twinning Association, war bereits zum 14. Mal im Landkreis Roth und war nach anfänglichen gesundheitlichen Problemen „durch das gute deutsche Bier kuriert“. Er lud zum Gegenbesuch für nächstes Jahr nach Brentwood. Tony Sleep, der frühere Mayor of Brentwood überbrachte Grüße, seiner Nachfolgerin Mayor Joan Holmes.

Ralph Edelhäußer, „the new Mayor of Roth“, äußerte in seiner humorvollen Rede die Absicht, nächstes Jahr beim Gegenbesuch mit dabei zu sein. Er schloss mit: „I have the great honour to say: The buffet is eröffnet.“

Im Anschluss an das Mahl war der Heidecker Komponist und Maler Lorenz Winter an der Reihe. Das von ihm komponierte und dirigierte Freundschaftslied „Let us be good friends – Lasst uns guteFreunde sein“ beendete den Abend. Der letzte Tag führte zu Audi nach Ingolstadt.

von Manfred Klier



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