Veröffentlicht am 16.09.2008

2500 Besucher am Landkreis-Seniorentag


Die Entwicklung des Landkreis-Seniorentags ist eine Erfolgsgeschichte. Bei der gestrigen zehnten Auflage bummelten rund 2500 Besucher über das Gelände im Stadtpark und in der Stadthalle. Sie nutzten die Gelegenheit, sich bei insgesamt 65 Organisationen zu informieren und unterhalten zu lassen.

Unterhaltung und Inforamtion bot der 10. Landkreis-SeniorentagBei der Erstauflage im Juli 1999 waren es noch 25 Aussteller und 500 Besucher weniger. Die Geschichte des Landkreis-Seniorentags steht stellvertretend für einen gesamtgesellschaftlichen Trend, wie Landrat Herbert Eckstein in seiner Eröffnungsrede betonte. Mit der Lebenswartung der Menschen sei auch der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung gestiegen. 23,7 Prozent aller Bürger im Landkreis seien mittlerweile älter als 60 Jahre. „Im Alter wird man interessant“, hob Eckstein die positiven Aspekte des Alterns hervor. Sein Ziel sei es 90 Jahre zu werden, erklärte er schmunzelnd. Als 90-jährigerMann habe man schließlich aufgrund der höheren Lebenswartung der Frauen laut Statistik die Auswahl zwischen vier gleichaltrigen Damen.

Nicht verschweigen wollte er jedoch die Schattenseiten des Älterwerdens. „Einsamkeit ist eine Volkskrankheit“, betonte der Landrat und rief die Senioren dazu auf, öfter mal unter Leute zu gehen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Bieber appellierte zu mehr Bewegung: „Wer rastet, der rostet“. Auch gesunde Ernährung sei ein wichtiger Baustein, um „fitter älter zu werden“. Mit einem vielfältigen Angebot warteten die beteiligten Organisationen auf. Von Gesundheitschecks und Wellnessangeboten über musikalische Vorführungen auf der Seebühne bis zu — heuer erstmals — Infovorträgen über Osteoporose, Ernährung im Alter und Patientenverfügungen reichte die Auswahl. Besonders beliebt waren das kostenlose Blutdruckmessen sowie die Hör- und Sehtests. Die Verkehrswacht Roth bot zudem einen Reaktionstest für Autofahrer an.

Unterhaltung und Inforamtion bot der 10. Landkreis-SeniorentagUnterhaltsames gab es bei der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration Weißenburg. Unter dem Motto „Traumreise“ konnten sich die Besucher fotografieren und anschließend vor ihr Wunschmotiv, etwa den Eiffelturm oder die Freiheitsstatue, montieren lassen. Rentnerpaar klöppelte Eine bemerkenswerte Darbietung zeigten Werner (68 Jahre) und Brigitte (69) Kliesch, Bewohner des Seniorenzentrums St. Josef in Abenberg. Sie führten das Jahrhunderte alte Handwerk des Klöppelns vor und stießen damit auf reges Interesse. Begeistert von dem Angebot zeigte sich die 80-jährige Maria Leutel aus Thalmässing. Mit ihren drei Freundinnen, alle Anfang 70, ist sie schon seit der Premiere regelmäßige Besucherin. Als Mitglied der Gymnastikgruppe Thalmässing trat sie schon selber auf dem Seniorentag auf. Ihr gefallen vor allem die Info-Angebote und die Materialien, die an den Ständen verteilt werden. „Ich hab schon die ganze Tasche voll“, lacht sie. Die netten Leute, die man beim Seniorentag trifft, sind für die 76-jährige Anne Wittmann aus Roth der Hauptgrund für ihren Besuch. Sie hat sich aber auch schon ihren Blutdruck messen lassen und Vorführungen auf der Seebühne verfolgt. Der Besuch des Seniorentags ist für sie eine Selbstverständlichkeit: „Ich bin eine echte Rotherin und ich liebe mein Roth.“

Text: Roth-Hilpoltsteiner-Volkszeitung



Weitere Informationen und Material zum Thema finden Sie auf der rechten Navigationsleiste.


« zurück
Link zu contentXXL
©Landratsamt Roth 2020
generiert am 01.04.2020 11:08:59 ­