INFOS ZU DEN SPENDENAKTIONEN FRÜHERER JAHRE
Veröffentlicht am 27.11.2014

Mit Hoffnung der Angst vor dem Morgen begegnen


Weltweit sind derzeit über 51 Millionen Menschen auf der Flucht. Bilder von Krieg und Verfolgung sind seit Monaten fester Bestandteil der Nachrichten. Und dennoch können diese nur einen Bruchteil der brutalen Wirklichkeit widerspiegeln, wie sie gerade Kinder erleben, für die Angst und Armut zum Alltag gehören. Aus diesem Grund stand und steht die Unterstützung für Initiativen, die gerade der jungen Generation zugute kommen seit dem Jahr 2014 im Mittelpunkt der Landkreis-Spendenaktion „Jeder Bürger ein Euro“

Projekt von Terre des hommes – Engagement in Flüchtlingslager in Jordanien und im NordirakHilfe auf direktem Weg, verlässlich und nachhaltig – das ist seit über 30 Jahren der Leitgedanke von „Jeder Bürger ein Euro“. Auch für die aktuelle Kampagne,  mit insgesamt sechs Hilfsprojekten im In- und Ausland.

Berührende Schicksale

„Vor allem die Kinder in den Krisengebieten in Afrika und im Mittleren Osten sind darauf angewiesen, dass ihnen vor Ort schnell und unbürokratisch geholfen wird. Gerade weil wir in Frieden und sozialer Sicherheit leben, darf uns das Schicksal einer ganzen Generation nicht egal sein, betont Landrat Herbert Eckstein,  Schirmherr der Landkreis-Spendenaktion.

Aus diesem Grund steht bei „Jeder Bürger ein Euro“ die Hilfe für Bürgerkriegsopfer bei vier der sechs ausgewählten Projekte im Mittelpunkt.

Darüber hinaus aber sollen über die Landkreis-Spendenaktion auch Menschen unterstützt werden, deren Schicksale keine Schlagzeile Wert sind. Nicht nur auf anderen Kontinenten, sondern auch hier, (fast) vor der eigenen Haustür.

Arbeit mit Herz und Verstand

Ob lokales Engagement oder international angelegte Hilfe: Alle Initiativen haben eines gemeinsam: Das Engagement vor Ort wird von Menschen – darunter auch von Helfern aus dem Landkreis - mit viel Herz und genauso viel
(Sach-)Verstand begleitet.

Hier die Initiativen, denen auch im laufenden Jahr 2016 die Spenden aus „Jeder Bürger ein Euro zugute kommen, im Überblick:

Projekt I: Die Hilfsorganisation Terre des hommes unterstützt in Jordanien und im Nordirak tausende von syrischen und irakischen  Kindern, die mit ihren Familien vor den Bürgerkriegen geflohen sind. Terre des hommes ist mit Betreuerteams vor Ort in den Flüchtlingslagern, um nicht nur materiell zu helfen; sie wollen vor allem auch dazu beitragen, dass die traumatisierten Familien lernen, mit dem Erlebten umzugehen.
Mehr unter: www.tdh.de

Projekt II: Im Juli 2014 hat in Syrien  der „Medical Point Abzemo-Roth“ im Umland des umkämpften Aleppo seine Arbeit aufgenommen. Diese kleine, ambulante Krankenstation, in der täglich bis zu 50 Kinder behandelt werden, wurde mit finanzieller Hilfe aus „Jeder Bürger ein Euro 2013/14“, in Kooperation mit der Rother Kriegskindernothilfe aufgebaut. Die KKNH arbeitet mit dem in Lindau lebenden Dr. Adnan Wahhoud, der selbst aus Syrien stammt und die Verhältnisse vor Ort bestens kennt, zusammen.  

Dr. Wahhoud fliegt im Schnitt einmal im Monat in die Türkei und reist von dort in sein ursprüngliches Heimatland ein. Vor Ort bezahlt er im „Medical Point“ das Personal, kontrolliert die Aufzeichnungen über die Patienten und den Einkauf der Medikamente. Mit den Spenden soll nun dazu beigetragen werden, diese Ambulanz am Leben zu erhalten.
Mehr unter: www.kriegskindernothilfe.de

Projekt III: Der Comboni-Pater Hans Eigner aus Laibstadt arbeitet seit Anfang 2014 in der Stadt Juba im Sudan. Hier leben nach schweren Massakern im Dezember 2013 rund 32.000 Menschen vom Stamm der Nuer. Der Alltag der Jugendlichen hier, schreibt Eigner in einem Brief, sei  bestimmt von Spannungen und  Perspektivlosigkeit. Umso wichtiger sei die Arbeit mit der Jugend für ein friedliches Miteinander über die Stammesgrenzen hinweg“.

Vor diesem Hintergrund ist auch der Bau eines Jugendzentrums ganz in der Nähe geplant für noch mehr und bessere Bildungs- und Freizeitangebote“, so Eigner. „Wir Helfer wollen dazu beitragen, dass die Jugendlichen Perspektiven für ihr Leben entwickeln. Das geht nur, wenn man sich auf sie einlässt und sich mit ihnen auseinandersetzt. Das geschieht jetzt, im Camp bereits. Doch noch intensiver werde dies möglich sein in dem Zentrum, das derzeit gebaut werde – unter anderem mit Spendengeldern.
Mehr unter: www.comboni.de

Projekt IV: Seit 1996 unterstützt der Landkreis Kathrin Rohde, die Waisen, behinderte und misshandelte Kinder und Jugendliche in ihrem Projektdorf „Ampo“ in Ougadougou/Burkina Faso aufnimmt. Angefangen von Waisenhäusern über berufliche Ausbildungszentren bis hin zu dem jetzt aktuell geplanten Bau einer Behindertenwerkstatt, finden hier Kinder und Jugendliche, die sonst auf der Straße leben müssten, eine Heimat. Und sie haben durch gute Bildung die reelle Chance, sich eine eigene, gesicherte Existenz aufbauen zu können.  
Mehr unter: www.sahel.de

Projekt V: Leben und Arbeiten und so ein „normales“ Alltagsleben wiederentdecken – das ist das Prinzip von Bruder Martin im  „Casa Chiara“ in Offenbau. Allein über Spenden finanziert, kommt der Mitarbeiter der Ingolstädter Straßenambulanz immer wieder mit unterschiedlichen Gruppen für einige Wochen in das Thalmässinger Dorf.

 „Hier fühlen wir uns gut aufgenommen“, erklärt Bruder Martin, dem viel daran liegt, dass er mit seinen Schützlingen aktiv am Dorfleben teilnimmt. Schon allein deshalb, „weil hier die Menschen, die bei uns Hilfe suchen, weit weg sind von ihrer Vergangenheit, die oft geprägt war vom Leben auf der Straße, von Sucht und psychischen Erkrankungen. Im Casa Chiara „können die Männer und Frauen wieder echte Perspektiven für ihr eigenes Leben entwickeln, die sie – jenseits jeder Normalität – gar nicht mehr gesehen haben.
Mehr unter: www.straßenambulanz-ingolstadt.de

Projekte VI: Die 35-jährige blinde Heideckerin Anja Pfaffenzeller arbeitet seit Februar 2013 in den Städten Sobral und Ubajara/Brasilien mit dem Ziel, eine vorbereitende Schule für Blinde aufzubauen. Sie möchte blinden Kindern ein eigenständiges und unabhängiges Leben ermöglichen.

Ein Anfang ist bereits gemacht. In Sobral werden 15 Blinde unterschiedlichen Alters erfolgreich unterrichtet, lernen die Blindenschrift zu schreiben und zu lesen. Das gibt ihnen Sicherheit und Selbstbewusstsein, das schon jetzt den Schülern anzumerken ist.
Mehr unter: www.kanthari.org/bats-in-action

Für alle Projekte ist der Name der Landkreis-Spendenaktion Programm: Jeder Euro hilft zu helfen!

Spendenkonten  bei:

Sparkasse Mittelfranken-Süd, BIC: BYLADEM1SRS;
IBAN: DE76 7645 0000 0000 1818 18;
(Konto 18 18 18, BLZ 764 500 00)
oder
Raiffeisenbank Roth-Schwabach, BIC: GENODEF1SWR;
IBAN: DE24 7646 0015 0000 1501 50;
Konto 150 150, BLZ 764 600 15.

 



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