In der neuen Heimat die „100“ voll gemacht

Vize-Landrat Michael Kreichauf und Roths Zweite Bürgermeisterin Claudia Lux gratulierten Lieselotte Schrön im Augustinum
Stand: 09.09.2026

Lieselotte Schrön hätte da eine Idee, wenn es um das Geheimrezept für ein langes Leben ginge. Denn auch im stolzen Alter von 100 Jahren gehört der tägliche Gang ins Schwimmbad für die gebürtige Hanauerin einfach dazu. Praktisch, dass sie selbiges im Augustinum gleich im Haus hat. Mit ein Grund, warum die dreifache Oma und achtfache Uroma in Roth gelandet ist – wo ihr nun Stellvertretender Landrat Michael Kreichauf und Zweite Bürgermeisterin Claudia Lux zu dem außergewöhnlichen Wiegenfest gratulierten. Nachträglich.

Denn an ihrem Geburtstag selbst war Lieselotte Schrön anderweitig beschäftigt, wenn auch erneut indirekt mit Wasser. Mit ihrem Mann Werner verband sie die die Leidenschaft für den Rudersport, das Ehepaar trug maßgeblich zum Wiederaufbau des Klubs Hassia Hanau bei; sogar ein Boot ist dort nach ihr benannt. Zusammen mit befreundeten Mitgliedern und der Familie wurde am Seehof zwei Tage lang gefeiert, so dass im Augustinum erst zu einem späteren Zeitpunkt angestoßen werden konnte.

Dafür aber umso herzlicher. Lieselotte Schrön gilt als gesellig, die betagte Dame liebt Romy und Canasta spielen, aber auch Krimis, Kreuzworträtsel und Sudokus. Letztere zu lösen fällt ihr als zahlenaffine Tochter eines Bankers leicht – zumal sie selbst gelernte Bankkauffrau ist. Am meisten aber genießt sie es, unter Menschen zu sein und Veranstaltungen zu besuchen. Besonders die, für die frau sich auch mal in Schale werfen darf. Im Augustinum, in das sie 2021 umgezogen ist, fühlt sie sich wohl. Mit neuen Freundinnen trifft sie sich regelmäßig zum Kaffeekränzchen.

Lieselotte Schrön kennt aber auch die anderen Seiten des Lebens. Arbeitsdienst, das Zuhause zerbombt, harte Jahre des Wiederaufbaus. Später ein persönlicher Schicksalsschlag, als die einzige Tochter viel zu früh stirbt. Ende der 1980er Jahre hatte es die Familie ins Nürnberger Land verschlagen, auf das Augustinum und somit Roth sind die im Umkreis lebenden drei Enkelinnen durch Zufall aufmerksam geworden. „Im Zug ist uns ein Prospekt des Wohnstifts in die Hände gefallen“, erzählt Enkeltochter Carolin lächelnd. Und natürlich war auch da Wasser mit im Spiel – ein Bild vom Schwimmbad…

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