Eine Herzensangelegenheit

Charity-Staffel spendet Defibrillator für Schulzentrum Roth – möglich gemacht hat das auch das Team Challenge
Stand: 22.04.2026

Im wahrsten Sinne des Wortes

Landrat Ben Schwarz bringt es auf den Punkt. „Eine coole Aktion“, fasst er das zusammen, was eine Triathlon-Staffel und das Team Challenge da gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Die noch dazu Leben retten kann.

Impulsgeber für die Idee, die Kreissportanlage mit einem Defibrillator auszustatten, Daniel Dörre. Der Regensburger engagiert sich seit vielen Jahren für die Aktion KinderHerz und war im Vorjahr Teil einer Challenge-Staffel, die Spenden gesammelt hat. Ziel: Anschaffungen von Defibrillatoren an Schulen zu ermöglichen. „Zwar nicht ganz Schule, aber Schulzentrum“, waren sich Dörre, Ben Schwarz und Kathrin Walchshöfer-Helneder, Geschäftsführerin des Team Challenge, dass der „Defi“ einen idealen Platz gefunden hat- schließlich kommen da eine Menge Menschen zusammen: Schülerinnen und Schüler, Sportlerinnen und Sportler, Zuschauer. Das Ziel des Landkreislaufs ist auf der Kreissportanlage, dort findet jährlich das Behindertensportfest statt. „So sehr wir uns wünschen, dass das Gerät möglichst lange nicht gebraucht wird, so sehr ist es nötig“, meinte der Landrat. Denn im Ernstfall zähle nun Mal jede Sekunde.

Deswegen werden noch entsprechende Wegweiser und Schilder angebracht. „Die Bedienung des Defis ist wirklich einfach“, berichtet Ben Schwarz aus seinem jüngsten Auffrisch-Erste-Hilfe-Kurs. „Jeder Handgriff wird per Sprache erklärt“, so dass „es wirklich keinen Grund gibt, vor dem Einsatz zurückzuschrecken“.

Daniel Dörre, KinderHerz und Challenge – das ist mehr als nur die Geschichte eines Familienvaters, der für die Stiftung 2024 in Roth an den Start ging. Denn auf die Nachfrage („ich konnte mir nicht vorstellen, dass das geht“), ob KinderHerz vielleicht mit einem Stand auf der Triathlonmesse im Jahre drauf vertreten sein könnte, folgte „innerhalb weniger Minuten“ nicht nur ein Ja, sondern auch die Zusage: „keine Standgebühr“. Gesten wie diese zeichnen den Challenge für Ben Schwarz aus. „Ihr legt Wert auf Rückfluss und seid tief in der Region verankert“, lobte er. Kathrin Walchshöfer-Helneder konterte, dass ihnen Initiativen wie die von Daniel Dörre schon immer am Herzen gelegen haben. „Uns ist es schon immer um die Menschen gegangen.“

Dazu passt(e) das Engagement von Daniel Dörre nur zu gut. Er erinnert sich an seine Anfänge für die Stiftung KinderHerz, die mit einem gesponserten Startplatz beim Berlin-Marathon begann. „Ich hab‘ mich schon gefragt, ob sich überhaupt Menschen zum Spenden motivieren lassen.“ Taten sie, im ersten Jahr kam eine beeindruckende Summe zusammen. „Das hat mir gezeigt, wie viel Kraft in gemeinschaftlichem Engagement steckt“, sagt er. „Viele kleine und große Beiträge haben gemeinsam etwas Großes möglich gemacht.“ Ein Dank des Regensburgers geht auch an all jene, die teils weit angereist sind, um „Standdienst“ zu leisten.

Für das Team Challenge war es keine Frage, der Stiftung einen kostenlosen Platz auf der Messe zur Verfügung zu stellen. Mit Erfolg: So konnte die Organisation ihre wichtige Arbeit einem internationalen Publikum präsentieren und mit Besucherinnen und Besuchern direkt ins Gespräch kommen, neben weiteren Projekten und dem Defi in Roth konnten dank Tombola und Spendenbox bundesweit mehrere weitere finanziert werden. Auch 2026 wird die Stiftung mit einem Expo-Stand vertreten sein.

Noch einmal Geschichte(n): Beim Zieleinlauf 2024 habe er sich – und über die sozialen Medien alle Bekannten - gefragt, wie es nun weitergehen. Seine Bekannte Nina Hunziker aus der Schweiz meldete sich spontan zurück: Warum nicht im nächsten Jahr als KinderHerz-Staffel starten? Dörre ist sofort Feuer und Flamme und steht am nächsten Morgen ab 5 Uhr in der Warteschlange, um einen der begehrten Startplätze zu sichern – ohne zu wissen, wer am Ende überhaupt Teil der Staffel sein wird- neben Nina Hunziker Sonja Eggl.

 Gut zu wissen: Automatisierte externe Defibrillatoren (AED) sind speziell für die Nutzung von medizinischen gedacht. Im Falle eines plötzlichen Herzstillstands analysiert das Gerät selbstständig den Herzrhythmus und gibt klare Sprachanweisungen. Wenn nötig, wird ein elektrischer Impuls ausgelöst, um das Herz wieder in einen normalen Rhythmus zu bringen.

Gerade in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen kann ein Defibrillator entscheidend sein: Bereits wenige Minuten ohne Hilfe können schwere Schäden verursachen. Ein AED überbrückt diese kritische Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und erhöht die Überlebenschancen deutlich.