
Für jeden ein persönliches Wort
Landrat Ben Schwarz ehrt langjährige Mitarbeiter und verabschiedet andere in den Ruhestand
Stand: 26.03.2025
Mit dem „Glückwunsch“ war das bei manch einem, den Landrat Ben Schwarz in den Ruhestand verabschiedete, so eine Sache. „Arbeit, Amt und Kollegen fehlen mir“, hörte er bei der Feierstunde vielfach. Einfacher war es da schon mit dem zweiten Wort, das der Behördenchef an alle richtete.
Danke lautete es. Und ausführlicher: „Die Menschen und die Mitarbeiter sind der Grundwert und das Wichtigste“, betonte Ben Schwarz. Hinter den Jahreszahlen, die jeder der Frauen und Männer im Landratsamt zugebracht hätte, stünden Menschen und Erfahrung. „Das sind die Ressourcen, die wir im Amt haben“. Dass einige über ihren offiziellen Rentenantritt weiter gearbeitet weitergearbeitet hätten, sei ein bestes Zeichen für den „Spirit“ im Haus, meinte er.
Zu jedem einzelnen fand der Landrat persönliche Worte. Einige von ihnen sind schon längerer Zeit im Ruhestand, waren aber bei vorangegangenen Feiern verhindert, erklärte er die relativ große Zahl und Bandbreite. So stand Ursula Klemm 48 Jahre „mit Leib und Seele“ in Diensten des Landkreises, bei dem sie schon ihre Ausbildung absolvierte. „Da ist beim Abschied die ein oder andere Träne im Sachgebiet geflossen“, plauderte Ben Schwarz aus dem Nähkästchen.
1987 wurde Bernhard Bräunlein eingestellt, der im Immissionsschutz tätig war, „mit viel Augenmaß und Fachwissen“. Der Baurat habe sich zudem viele Gedanken gemacht, wie es nach seinem Ausscheiden im Team weiter geht, „ein schönes Zeichen“.
Siglinde Lienert war von Tag eins an am Gymnasium Wendelstein tätig, nach zwölf Jahren als Reinigungskraft, „ein wichtiger Job“, war im Herbst Schluss. Sie sprach von einer „schönen Zeit“ und gab zu, dass ihr „was fehlt“. Gar die schönste Zeit ihres gesamten Berufslebens nannte Renate Falkner die zwölf Jahre, die sie seit 2013 als Hauswirtschafterin „und ergänzend Kümmerin“ (Ben Schwarz) im seinerzeit eröffneten Schülerwohnheim verbrachte.
„Furchtbar gerne“ gearbeitet hat eigenen Worten nach Klaudia Langhammer, die „von Gesundheitsamt bis Verkehrswesen“ eingesetzt war. Ruth Schleicher und Anita Dölfel heuerten beide 1990 beim Landratsamt an, beide hätten sich in ihrem Aufgabenbereich - Dölfel im Abfallwesen, Schleicher im Naturschutz – einen Namen gemacht. Eine Gemeinsamkeit machte Ben Schwarz auch zwischen Gabriele Engemann und Andrea Rößlein aus. „Sie haben das volle, pralle Leben ab- und mitbekommen“, wandte er sich an die beiden Frauen, die zuletzt in der Jugendgerichtshilfe (Engemann) – „ein hartes Brot und emotional herausfordernd“ – und am Gesundheitsamt beschäftigt waren.
Kleinerer, „aber nicht unwesentlicherer“ Punkt der Feierstunde im Waldblick war die Ehrung langjähriger Mitarbeiter. Karin Zippel ist seit 25 Jahren beim Kreisjugendring, mit dem „und mit ihr“ die Zusammenarbeit viel Freude mache. Thomas Friedl ist seit 1999 Hausmeister an der Berufsschule mit „all dem, was das mit sich bringt“. Ein „Geschäft“, das auch Michael Dechand kennt, begann er seinen Landratsamt-Werdegang doch an der Realschule Roth. Seit 2010 ist der Kreisbauhof Hilpoltstein Dienstsitz des „handwerklichen Allrounders“. Bei diesem Trio war sich Ben Schwarz dann bei der Wortwahl zu 100 Prozent sicher: Glückwunsch und Danke!