
Erster erfolgreicher Einsatz
Die Team Bayern Lebensretter App hat schon 333 registrierte Helfer – Defibrillatoren geraten mit dem
neuen Tool in den Fokus
Stand: 02.04.2025
Es hat Tage gegeben, an denen Markus Schrötz vom BRK Kreisverband Südfranken in den vergangenen gut vier Wochen ordentlich Stress hatte. So lange hat der erfahrene BRK-ler einen Zusatzjob: Er kümmert sich mit dem Service-Team darum, dass alle, die sich für die neue Ersthelfer-App in der Region registrieren wollen, das auch schaffen. 333 Mal hat das mittlerweile geklappt – eine Zahl, auf die nicht nur er stolz ist, sondern die auch Leben retten kann. Und einen Domino-Effekt mit sich zieht.
Denn mit der Team Bayern Lebensretter-App rücken Defibrillatoren mit in den Fokus, betont Markus Schrötz, Mitglieder der Rettungsdienstleitung, der das System erklärt. Erleidet jemand einen Herz-Kreislauf-Stillstand und befindet sich ein registrierter Ersthelfer in einem Umkreis von 400 Metern, wird dieser von der Integrierten Leitstelle alarmiert. Während der nach Annahme des „Auftrags“ (ein Klick) zum Patienten geschickt wird, wird ein zweiter in Richtung eines Defibrillators geschickt – sollte einer in der Nähe sein.
Da kommt die Gesundheitsregion plus ins Spiel. Sie pflegt und aktualisiert eine Liste aller „Defis“ im Landkreis, auf die die Integrierte Leitstelle zurückgreifen kann. Die gibt es jetzt sogar interaktiv, erstellt hat sie die GIS-Stelle des Landratsamtes. Auch die Stadt Schwabach hat eine entsprechende Erhebung gemacht, die im Notfall griffbereit ist. Markus Schrötz stellt die Bedeutung der Defis unabhängig von der App heraus. „Die sind ein Segen.“ Schon alleine, weil die Geräte den Benutzer genau anleiten.
„Man kann eigentlich nichts falsch machen.“ Ein Satz, der in Sachen Erste-Hilfe grundsätzlich gilt, betont der erfahrene Notfallsanitäter. Das einzig Falsche, ist nichts zu tun. Denn: Pro Minute ohne Reanimation oder Defibrillation sinkt die Überlebenschance um circa zehn Prozent. Wenn man dazu noch weiß, dass im Schnitt bei uns in der Region neun Minuten (ein im Übrigen guter Wert) vergehen, ehe der Rettungsdienst eintrifft, muss kein Mathematik-Genie zu sein, um die Konsequenzen zu erfassen.
„Es ist wichtig, dass jemand anfängt“, verdeutlicht Markus Schrötz. Genau da kommen diejenigen (wieder) ins Spiel, die sich für die App haben registrieren lassen, eine „bunte Mischung und querbeet“, berichtet er. Nahezu jedes Alter sei vertreten, meist weisen die Helfer aber einen Hintergrund aus den Bereichen Feuerwehr, Rettungsdienst, Pflege oder Medizin auf