Starre Berufsbilder - das war einmal

Landrat Ben Schwarz begrüßte 30 Schüler und Schülerinnen zum Girls`and Boys‘ Day
Stand: 23.04.2026

Mädchen in der IT-Abteilung oder im Bauhof und Jungs in der Jugendhilfe oder dem Sachgebiet Kultur und Tourismus? Dann ist Girls' and Boys' Day im Landratsamt Roth. Und der ist weit mehr als nur ein Hineinschnuppern in verschiedene Berufe.

Das ist zwar eines der Hauptziele des bundesweiten Aktionstags, im Grunde will dieser aber vor allem auch zeigen, dass „es keine Berufe gibt, die nur für Frauen oder Männer da sind“, wie es Landrat Ben Schwarz bei seiner Begrüßung formulierte. Dazu passte, dass sich die Jugendlichen zwischen 11 und 16 Jahren in diesem Jahr fast genau zur Hälfte aus Mädchen und Jungen zusammensetzten und in „angebliche“ Domänen eintauchten.

Neun unterschiedliche Berufe – und damit so viele wie nie zuvor – standen im Amt am Donnerstag zur Auswahl. Erstmals dabei waren Jugendamt, Kultur/Tourismus, Gesundheitsamt und Kommunale Abfallangelegenheiten.

Dazu passte eine weitere Einordnung von Landrat Schwarz: „Wir verfügen über eine unglaubliche Breite an Tätigkeiten.“ Den jungen Menschen zollte er großen Respekt, dass sie sich „auf die Verwaltung“ einlassen. Zugleich rührte er ein wenig die Werbetrommel, schließlich ist er überzeugt, dass „wir eine Menge bieten“. Im Haus werde seit jeher der Gedanke gelebt: Jeder verdient eine Chance, egal, wo.


„Super, dass ihr da seid, toll, dass ihr neugierig seid“, freute sich die frischgebackene Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes (LRA), Monika Volk. „Das zeichnet euch aus“, bescheinigte sie. Gleichwohl betonend: „Alle sollten die gleichen Startmöglichkeiten haben.“

Landrat Schwarz wies noch auf die „unglaubliche Breite an Tätigkeiten“ hin: Und, dass es nicht so bleiben soll und muss, das einzelne Bereiche von „Mann oder Frau“ besetzt würden. „Ist es nicht viel entscheidender, auf die Fähigkeiten des Einzelnen zu setzen?“ „Schaut euch das an, fragt nach, lasst euch drauf ein“, ermunterte Personalratsvorsitzender Michael Faßmann die jungen „Schnupper-Praktikanten“. Er selbst – seit mittlerweile 36 Jahren in Diensten des LRA – könne nur von einem „spannenden Beruf“ berichten, den man „hier“ erlernen könne. „Mir gefällt`s bis heit‘“, betonte er.

Viel Lob gab es für die Azubis des zweiten Lehrjahres, die die Veranstaltung federführend organisiert hatten. Nach einer Hausführung ging es in die Sachgebiete, in denen einerseits rechtliche Vorgaben erläutert wurden, aber auch viel Zeit für Fragen blieb.

Und Raum für ein Fazit, dass alle freut: „Cool, cool, cool“, meinte einer, als er sein Namensschild abgab. Um gleich nachzulegen: „Das nächste Mal bekomme ich eines, das länger als einen Tag gilt!“ Klingt ganz so, als hätte das Landratsamt einen potentiellen Mitarbeiter mehr….

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