Die bessere Schokolade fürs Osternest

Kreisentwicklung ermuntert zum Kauf fairer Produkte an Ostern – und hat gute Gründe dafür
Stand: 30.03.2026

Augen auf… beim Eierkauf! Ostern ohne Schokohase und Co. ist für viele schlicht undenkbar. Dabei macht es durchaus einen Unterschied, was da vor und an den Feiertagen in Nestern und auf Festtafeln landet. Anders ausgedrückt: Der Griff ins Regal kann ein Statement sein. Und sollte, zumindest, wenn es nach mindestens einem Sachgebiet im Landratsamt geht.

Denn der Kakao zur Herstellung der Schokolade stammt vorrangig aus Westafrika sowie aus Mittel- und Lateinamerika und auf den dortigen Plantagen sind die Arbeitsbedingungen oft menschenunwürdig. „Eine häufig ignorierte Tatsache, die so gar nicht zum österlichen Gedanken passt“, wie Anne Landmann findet. Sie betreut das Projekt Fairtrade im Landratsamt und weiß daher, dass es auch anders geht: Fairer Kakao und damit faire Schokolade sind nachhaltige Alternativen zu konventionell hergestellten Produkten. Fairtrade sorgt dafür, dass Kleinbauern einen Mindestpreis für ihre Waren erhalten, der ihre Produktionskosten deckt und ihnen so ein Auskommen ermöglicht. Zusätzlich fördert Fairtrade humanitäre Projekte, die vor allem Frauen und Kindern zugutekommen, die Rechte der Bauern stärken und über die die Bedachten selbst entscheiden können.

Viele Fairtrade-Projekte bieten zudem Zugang zu Schulen und Gesundheitszentren, was die Lebensqualität in den Gemeinschaften erheblich steigert. Darüber hinaus setzt sich die Initiative für Anbaumethoden ein, die die Umwelt schonen und schadstofffreie Produkte garantieren.

Kurzum, Fairtrade trägt dazu bei, wirtschaftliche Ungleichheit zu verringern, die Lebensbedingungen von Erzeugern zu verbessern und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Durch den Kauf von fair gehandelten Produkten kann jeder einzelne Verbraucher aktiv zur Unterstützung dieser positiven Veränderungen beitragen.

Zwar gibt es faire Produkte längst auch beim Discounter, der Kauf im Eine-Welt-Laden aber macht den Einkauf zu einem besonderen Erlebnis. Die laden gerade zu Ostern ein. In den zahlreichen Eine-Welt-Läden im Landkreis gibt es unter anderem auch Schokohasen, Ostereier und weitere Süßigkeiten, die aus fairem Handel stammen – und auch darüber hinaus eine Menge zu entdecken. Die Eine-Welt-Läden sind: Eine-Welt-Laden Encuentro in Allersberg, die evangelische Kirchengemeinde Büchenbach, Eine-Welt-Kreis in Greding, Senfkorn in Hilpoltstein, die katholische Kirchengemeinde Rednitzhembach, Weltladen Roth, Eine-Welt-Laden Kaffeebohne in Thalmässing und EINE WELTenWende in Wendelstein.

„Faire Schokolade ist ein Genuss ohne bitteren Beigeschmack“, unterstützt Landrat Ben Schwarz die Initiative. Der Landkreis Roth ist seit 2019 Fairtrade zertifiziert und macht sich für den gerechten Handel mit verschiedenen Aktionen stark – als nächstes steht wieder die Sammelbestellung von fairen Mangos aus Burkina Faso an.

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Frau Landmann