
355.000 Kilometer "geschrubbt"
Landkreis ehrt in zwölf verschiedenen Kategorien die fleißigsten Stadtradler
Stand: 15.09.2026
Herausragend. Anders lassen sich die Ergebnisse des Stadtradelns 2026 im Landkreis nicht beschreiben. 355.000 gesammelte Kilometer. Kein Wunder, dass bei der Siegerehrung Feierstimmung herrschte. Und das nicht nur wegen der „nackten“ Zahlen.
Das Rother Altstadtfest bot wieder einmal eine schöne Bühne, um die herausragenden Leistungen von Kommunen, Vereinen, Unternehmen und Einzelfahrern zu würdigen, die an 21 Aktionstagen kräftig in die Pedale getreten hatten. Landrat Ben Schwarz zeigte sich sichtlich begeistert vom Engagement der Teilnehmer. „Das Stadtradeln ist eine echte Co-Produktion der Gemeinden und Institutionen im Landkreis Roth“, sagte er. Die Initiative habe wieder einmal bewiesen, wie viel Positives ein solcher Wettbewerb bewirken könne. „Es ist schlichtweg eine wunderbare Veranstaltung, die Bewegung, aktiven Klimaschutz und Freude am Radfahren perfekt miteinander verbindet“, so Schwarz.
Das primäre Ziel der Aktion war es, über den dreiwöchigen Zeitraum hinweg so viele alltägliche Fahrten und Kilometer wie möglich mit dem Rad statt mit dem Auto zu bewältigen und damit klimaschädliche Emissionen einzusparen. Die Bilanz der Bürgerinnen und Bürger kann sich mehr als sehen lassen: Exakt 1.700 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten es gemeinsam auf 355.000 zurückgelegte Kilometer. „Das ist eine absolut stattliche Leistung, auf die wir im Landkreis unglaublich stolz sein können“, kommentierte der Landrat anerkennend.
Schwarz betonte, dass die Mobilitätswende nur mit der breiten Masse gelingen könne und spannte den Bogen zurück. „Beim Stadtradeln sind wirklich alle gefragt. Es braucht jeden Einzelnen, aber ganz besonders wichtig sind für uns Vereine, Ämter und Unternehmen, die als Gemeinschaft vorangehen“, unterstrich Schwarz die Bedeutung des Teamgeistes. Dass dies umgesetzt wurde, zeigte sich in den Landkreis-Ehrungen – für Roth, Spalt, Büchenbach und Wendelstein stehen noch gesonderte Wertungen an.
Auf kommunaler Ebene setzte sich die Stadt Spalt mit 56.430 Kilometern und einem Schnitt von elf Kilometern pro Kopf durch, während die Stadt Roth mit 143.781 Kilometern und durchschnittlich 20 Fahrten pro Kopf die meisten Gesamtfahrten verzeichnete. Unangefochtener Einzelsieger wurde Gerhard Mederer vom Spalter Team M&K Filze mit unglaublichen 3.204 Kilometern, was rund 150 Kilometer pro Tag entspricht. Auf Platz zwei kam Jürgen Wörnlein vom Fahrradmuseum Pflugsmühle mit 2.309 Kilometern, der Sebastian Gerl vom Gymnasium Hilpoltstein mit 2.222 Kilometern knapp in die Schranken wies.
Gerhard Mederer war zudem mit 161 Einzelfahrten auch der fleißigste Alltagsradler, gefolgt von Irmgard Taubeneder mit 137 Fahrten und Thea Distler mit 101. Auch in den Teamkategorien wurden herausragende Distanzen „erradelt“. Bei den Familien siegte die Meier Pedalcrew mit 3.837 Kilometern vor SchuNo & friends sowie den Superradlern. Bei den Unternehmen dominierte das Team Cappuccinos Well.Come/Proactive Roth mit 14.382 Kilometern vor den LCS Radlern und M&K Filze. Die Vereins- und Radsportgruppenwertung entschied die Dienstagsrunde aus Spalt mit 8.211 Kilometern vor dem Lauftreff Eckersmühlen und der Kolpingsfamilie für sich. In weiteren Kategorien sicherten sich die Kreisklinik Roth im Gesundheitswesen mit 6.969 Kilometern, das Landratsamt Roth im Bereich Ämter und Verwaltung mit 11.333 Kilometern, die Offizierschule der Luftwaffe im Hochschulbereich mit 4.547 Kilometern sowie das Bündnis 90/Die Grünen Wendelstein bei den Parteien mit 4.207 Kilometern die obersten Podestplätze. Für ein besonderes Ausrufezeichen sorgte die Kita St. Emmeram Rohr: Mit 57 engagierten Teilnehmenden brachte es der Kindergarten auf bemerkenswerte 10.226 Kilometer und sicherte sich damit unangefochten den Kategoriensieg.