
Kick zwischen Fußball und Umweltbildung
Landrat Ben Schwarz empfängt die U8 der Eintracht Allersberg
Stand: 16.03.2026
Dieser „Blumentopf“ dürfte es mühelos ganz weit oben auf die Liste der schönsten Landratsgeschenke geschafft haben: Ein Fußball, umfunktioniert von den Allersberger U8-Kickern. Und Teil eines besonderen, umweltfreundlichen Projektes.
Die Jungs spielen im wahrsten Sinne des Wortes in einer anderen Liga. Sie sind Waldkicker und damit nicht nur auf dem Platz zu Hause, sondern auch in der Natur. Zähler gibt es hie wie da, in der Waldligatabelle werden sie in Form von Nachhaltigkeitspunkten vergeben. 474 hatten die kleinen Sportler der DJK Eintracht Allersberg beim Besuch im Landratsamt schon auf dem Konto. Die bedeuten unter knapp 50 Teams in ganz Deutschland aktuell Rang elf.
„Stark!“, lobte Ben Schwarz und meinte damit nicht nur den Platz, sondern auch die dahinter stehenden Aktionen. Punkte (maximal fünf) gibt es etwa für Müllsammeln, Mehrweg-Geschirr zum Auswärtsspiel mitnehmen oder Exkursionen. „Es war schön, zu erleben, mit welcher Begeisterung die Kinder das Waldkicker-Konzept erklärten und von ihren Vorhaben berichteten.
Ob es für den Besuch beim Landrat auch welche gibt? Immerhin fühlten die Steppkes Ben Schwarz zum Thema ordentlich auf den Zahn. Was denn der Landkreis für den Umwelt- und Klimaschutz tue und das Abfallwesen. Wobei die Jungs da gleich ganz findig anmerkten, dass das Sachgebiet eigentlich nicht Abfall-, sondern Wertstoffwirtschaft heißen müsste…
Nicht die einzige „Erkenntnis“, die Schwarz gewann. Die Waldkicker-Initiative nämlich erfordert hohes Engagement und großen Zeitaufwand. Nicht selten stehen vier Termine pro Woche in den Kalendern von Trainern und Eltern, die allerdings – und das hörte der Landrat sehr gerne – nach Aussage von Trainer Alexander Kopolt sowie den Papas und Mamas relativiert würden durch die Begeisterung und den Spaß, den die Kinder haben.
Was aber treibt einen an? „Weil uns die Natur am Herzen liegt und in unserem Verein einen besonders hohen Stellenwert genießt“, bringt es Kopolt auf den Punkt. Zusätzlicher Befeuerungspunkt in Allersberg: Das Sportgelände liegt am Rande eines kleinen Waldes, den „wir sehr zu schätzen wissen und nicht missen wollen“.
Coach Kopolt und seinem „Co“ Dominik Ziegler ist es wichtig, nicht nur Spaß an Bewegung, Sportsgeist, Respekt und Fairness an den Nachwuchs weiterzugeben, sondern sie auch mit Gespür für nachhaltiges und umweltschonende Verhalten auszustatten. Zudem lernen sie, dass man gemeinsam als Team mehr bewegen kann als Einzelkämpfer. Aussagen, die Landrat Schwarz gerne hört. „Es ist schön, wenn Kinder durch Bewegung und Sport zu einem bewussteren Leben motiviert werden.“