Heimatkundliches Jahresthema
Themenjahr
Jedes Jahr ruft der Landkreis ein heimatkundliches Thema aus. Dazu werden Vorträge, Führungen und Exkursionen veranstaltet. Vergangene Themen waren die Reformation, die Geschichte der "Hausnamen", Friedhöfe und Grabmäler im Landkreis , "1700 Jahre jüdische Besiedlung in Deutschland", die Gebietsreform 1972, Persönlichkeiten des Landkreises sowie der "Bauernkrieg von 1525".
In diesem Jahr widmet sich das Heimatkundliche Themenjahr der "Heimarbeit" im Landkreis Roth.
Früher war Heimarbeit für viele Familien überlebenswichtig und sicherte als zusätzliche Einnahmequelle den Lebensunterhalt. Die Ausstellung „Glänzende Zeiten“, ab September im Eisenhammer zu sehen, sowie begleitende Vorträge und Führungen zeigen die Arbeits- und Lebensbedingungen und halten dieses Stück Heimatgeschichte lebendig.
Unsere Kreisheimatpflegerin Eva Schultheiß und unser Kreisheimatpfleger Klaus-Dieter Gugel freuen sich über viele interessierte Besucherinnen und Besucher.
Die Veranstaltungen finden im Zeitraum Juli bis November statt. Eine ausführliche Beschreibung mit allen Daten im Überblick sind im Themenflyer 2026 zusammengefasst, der untenstehend zum Download bereitsteht.
Unsere nächste Veranstaltung:
Vortrag zur Heim- und Kinderarbeit im Handwerk
Sonntag, 13.09., 14.30 Uhr
Vortrag über Heim- und Kinderarbeit im Wendelsteiner Arbeitsleben früher und Rundgang durch das Drechsel- und Metalldrückermuseum
Referent: Dr. Jörg Ruthrof
Wo: im ehemaligen Wasserhaus, Schwabacher Str. 25, Wendelstein
Heim- und Kinderarbeit gab es früher nicht nur auf dem Bauernhof, auch in größeren Orten mit verschiedenen Spezialberufen oder „Kleinzentren“ bestimmter Handwerke und Berufe war es Teil der Arbeitswelt. Im Markt Wendelstein dominierten die Holzdrechsler und Metalldrücker mit einer großen Bandbreite an Produkten für den Alltag das berufliche Leben am Ort. Aber längst nicht alles davon entstand komplett in den Werkstätten oder zu den regulären täglichen Arbeitszeiten. Außerdem gab es „Spezialberufe“, die traditionell „Familienangelegenheit“ waren und saisonal ihre Hauptarbeitszeit hatten und „Nebeneinkommen“ zur Unterstützung des Familieneinkommens.
Anschließend kann ab 15.30 Uhr im Museum ein Vortrag im Rahmen des "Tag des offenen Denkmals" besucht werden. Zum diesjährigen Thema "Netzwerke: Denkmäler und Infrastruktur" gibt Dr. Jörg Ruthrof Einblicke in die Geschichte der Wendelsteiner Wasserversorgung und des Wasserhauses. Seit 25 Jahren ist im ersten gemeindlichen „Wasserhaus“ von Wendelstein unweit der Schwabacher Straße im Schwarzachgrund das „Drechsler- und Metalldrückermuseum“ des Wendelsteiner Heimatvereins untergebracht. Es erinnert an die lange handwerkliche Tradition dieser zwei Berufe, die Wendelstein im 19. Jahrhundert und bis in die 1960er Jahre stark geprägt haben und heute fast ausgestorben sind. Bevor das Museum im heutigen Gebäude Einzug hielt, war es seit seinem Bau in den 1930er Jahren gemeindliches Wasserhaus für die kommunale Wasserversorgung Wendelsteins. Über deren schon um 1900 beginnende Geschichte und die Gebäudegeschichte des Wasserhauses informiert der Vortrag und auch das Museum ist anlässlich dieses Themas von 14 bis 17 Uhr geöffnet, der Heimatverein sorgt zudem für das leibliche Wohl der Museumsbesucher.
Flyer zum Download
Frau Schultheiß
Kreisheimatpflegerin Süd
Anschrift
Herr Gugel
Kreisheimatpfleger Nord