Demographische Situation

Demographische Rahmenbedingungen und pflegerische Entwicklungen

Derzeit leben rund 130.000 Menschen im Landkreis Roth. Bereits heute ist das Durchschnittsalter im Landkreis höher als der bayerische Durchschnitt – ein Trend, der auch in Zukunft anhalten wird. Mit dem Fortschreiten des demografischen wächst die Zahl der über 65-Jährigen an. Im Landkreis Roth ist deren Anteil in den letzten 20 Jahren bereits von 32,6 % auf 41,1% gestiegen und wird sich in den nächsten 20 Jahren um über 23% erhöhen. Insbesondere der Anteil der über 75-Jährigen wird stark zunehmen. Gleichzeitig ist mit einem sinkenden Anteil jüngerer Altersgruppen zu rechnen.

Die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, hängt maßgeblich vom Alter der Menschen ab. Die Zahl der Personen, die auf Pflegeleistungen angewiesen sind, wird sich zwischen 2023 und 2050 um über 60% erhöhen. In der Altersgruppe der über 80-Jährigen wird sich diese Zahl sogar nahezu verdoppeln. Diese Situation wird durch den Mangel an professionell Pflegenden zusätzlich verstärkt. Somit ist die Pflege ein zentrales Thema, nicht nur für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie deren Angehörige, sondern für uns alle – heute und in Zukunft.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik


Was ist bereits geschehen?

Erfolgsgeschichten und Innovationen wie der Pflegestützpunkt, die Musterwohnung TABEA, die Seniorenfürsorge, die Sozialarena und der Ausbildungsverbund für die generalisierte Pflegeausbildung im Landkreis Roth und viele weitere Positivbeispiele verdeutlichen bereits heute den hohen Stellenwert der Pflege sowie das langjährige Engagement und das umfangreiche Wirken des Landkreises in diesem wichtigen Bereich. Diesen Weg gilt es auch in Zukunft fortzusetzen um die Pflege im Landkreis nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen.

Was bringt die Zukunft?

Mit der Initiierung der Pflegekonferenz Landkreis Roth rücken wir die Pflege weiter in den Fokus. Durch die Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention war es möglich, eine Personalstelle im Landratsamt zu schaffen, die den Aufbau und die Weiterführung der Pflegekonferenz begleitet. Gemeinsam sollen Probleme und Handlungsfelder erkannt, Ideen und Strategien entwickelt und an konkreten Lösungsmöglichkeiten gearbeitet werden, mit dem Ziel, die Pflege im Landkreis zukunftsfähig aufzustellen.